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Anja Thalmeier

Handwerk, das mich seit vielen Jahren begleitet.

Ich bin Anja Thalmeier, Handweberin mit Gesellenbrief und Gestalterin im Handwerk.

Die Freude am Arbeiten mit den Händen, an Materialien und am gemeinsamen Entdecken zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Heute verbinde ich in meiner eigenen Werkstatt traditionelles Handwerk mit Gestaltung, Vermittlung und dem Wunsch, Wissen weiterzugeben.

Seit 2016 arbeite ich in meiner Werkstatt in Hackermoos bei Dachau und schaffe dort einen Ort, an dem Handweberei erlebt, gelernt und weitergedacht werden darf.

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Vom Faden zum eigenen Weg

Weben ist für mich mehr als eine Technik.

Mich fasziniert bis heute, wie aus einzelnen Fäden etwas vollkommen Neues entsteht. Farbe, Material, Stärke, Struktur und Bindung beeinflussen das Gewebe. Aber genauso wichtig ist das Zusammenspiel dazwischen.

Für mich steckt darin etwas sehr Grundsätzliches: Jeder Faden hat seinen Platz. Jeder kleine Schritt verändert das Ganze. Diese Haltung prägt nicht nur meine eigene Arbeit am Webstuhl, sondern auch die Art, wie ich mein Wissen weitergebe.

Ich möchte Menschen dazu einladen, dieses jahrtausendealte Handwerk kennenzulernen, mit den eigenen Händen zu begreifen und vielleicht eine ganz eigene Verbindung dazu zu entwickeln.

Lernen, vertiefen, weitergehen

Handwerk hört für mich nie auf, sich zu entwickeln.

2016 erfüllte sich für mich mit der eigenen Werkstatt in Hackermoos ein großer Wunsch. Von 2016 bis 2021 absolvierte ich berufsbegleitend die Ausbildung zur Textilgestalterin im Handwerk, Fachrichtung Weben, die ich mit dem Gesellenbrief abschloss.

Daran schloss sich von 2021 bis 2023 die Weiterbildung zur Gestalterin im Handwerk an der Akademie für Gestaltung und Design in München an.

Seit 2024 vertiefe ich mein handwerkliches Wissen weiter auf dem Weg zum Meisterabschluss. Nach den betriebswirtschaftlichen, rechtlichen sowie berufs- und arbeitspädagogischen Teilen besuche ich seit 2025 die Meisterklasse für Fachtheorie und Fachpraxis.

Im Rahmen meiner Weiterbildung zur Gestalterin im Handwerk entstand außerdem eine Abschlussarbeit, in der ich mich noch einmal auf eine andere, künstlerischere Weise mit dem Weben auseinandergesetzt habe.

Diese Arbeit bildet heute einen wichtigen Teil meiner gestalterischen Entwicklung und zeigt, wie Handwerk, Material und freie Gestaltung für mich zusammenfinden.

Fäden verbinden

Handweberei kennt keine Ländergrenzen.

Ein besonders wichtiger Teil meiner Arbeit ist für mich der Austausch mit anderen Weberinnen und Textilschaffenden. 2024 führten mich mehrere Erasmus-Aufenthalte nach Schweden und Finnland, unter anderem in eine Handweberei, in den Bereich Kirchtextilien sowie in eine textile Produktion.

Diese Erfahrungen, textile Reisen und der Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern erweitern meinen Blick auf Materialien, Techniken und Gestaltung immer wieder neu. Denn so unterschiedlich Traditionen und Ausdrucksformen sein können, verbindet Weber:innen auf der ganzen Welt etwas miteinander: die Liebe zum Arbeiten mit Garn am Webstuhl.

Ich bin unter anderem Mitglied bei ArtTextil, Riksvävare, Weben+ und Nordic Textile Art. Als Künstlerin bin ich außerdem Teil der GEDOK München, einem interdisziplinären Netzwerk für Künstler:innen.

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Wissen weitergeben

Kreativität braucht Raum, nicht nur Vorgaben.

Bevor die Handweberei zu meinem beruflichen Schwerpunkt wurde, führte mein erster beruflicher Weg in die Sonderpädagogik. Zusätzlich habe ich eine Montessori-Ausbildung absolviert. Diese Erfahrung begleitet mich bis heute, besonders in der Arbeit mit Kindern und Gruppen.

Mir ist wichtig, nicht einfach vorzugeben, wie etwas am Ende auszusehen hat.

Mein Grundsatz ist: So viel Vorgabe wie nötig. So viel eigene Entscheidung wie möglich.

Kinder und Erwachsene dürfen ausprobieren, Entscheidungen treffen, Materialien kennenlernen und eine eigene Handschrift entwickeln. Gerade beim Weben entsteht dabei etwas Besonderes: Man arbeitet konzentriert mit den Händen, sieht unmittelbar, was durch die eigenen Entscheidungen entsteht, und darf sich Zeit für den Prozess nehmen.

Meine Begleiterin in Werkstatt und Alltag

Oft mit dabei: Fayola.

Meine Labradorhündin Fayola begleitet mich nicht nur auf vielen Spaziergängen und im Alltag, sondern auch in verschiedenen ehrenamtlichen Bereichen. Gemeinsam sind wir ein geprüftes Therapiebegleithund-Team und seit 2025 auch als Rettungshundeteam für die Flächensuche geprüft.

Die Zeit draußen mit ihr ist für mich ein wichtiger Ausgleich und gleichzeitig eine ständige Inspirationsquelle. Farben, Formen, Materialien und die kleinen Dinge, die man unterwegs entdeckt, finden immer wieder ihren Weg zurück in meine gestalterische Arbeit.

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Weben bedeutet für mich: ankommen, ausprobieren und den Dingen Zeit geben.

Meine Haltung

Die kleinen Dinge sind oft die, die den Unterschied machen.

Ich glaube an die Kraft des eigenen Tuns, an Materialien, die man wirklich in der Hand hält. An Zeit, die nicht möglichst effizient genutzt werden muss, an die Freiheit, etwas auszuprobieren, ohne vorher zu wissen, wie es am Ende aussehen wird und an die Wertschätzung für das Kleine, Zarte und manchmal Unscheinbare.

Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, Handweberei lebendig zu halten, Wissen weiterzugeben und gleichzeitig Raum für neue Ideen und persönliche Ausdrucksformen zu schaffen.

Lust, die Welt des Webens selbst kennenzulernen?

Ob im Kurs, Workshop oder bei einem individuellen Projekt: Wenn du neugierig auf Handweberei geworden bist, freue ich mich darauf, von dir zu hören.

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